{"id":1249,"date":"2017-07-09T14:10:34","date_gmt":"2017-07-09T12:10:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.euroexit.org\/?p=1249"},"modified":"2017-07-13T22:17:02","modified_gmt":"2017-07-13T20:17:02","slug":"globalisierung-und-g20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/2017\/07\/09\/globalisierung-und-g20\/","title":{"rendered":"Globalisierung und G20"},"content":{"rendered":"<p>Eine gemeinverst\u00e4ndliche Kritik<\/p>\n<p>von Rainer Brunath, Chemiker und Autor, lebt und arbeitete in Italien<\/p>\n<p>Definition bei Wikipedia:  Der Begriff <strong>Globalisierung<\/strong> bezeichnet den Vorgang, dass internationale Verflechtungen in vielen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation) zunehmen, und zwar zwischen Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten.<\/p>\n<p>Aber was bedeutet das nun im Konkreten?  Ist diese Entwicklung auf dem Globus nicht zu komplex, zu undurchsichtig, um sie als Einzelner in ihrer Gesamtheit wirklich zu verstehen?  Und was meinen die Politiker, die Mainstream-Medien,  die internationalen Banken oder Finanzfachleute, wenn sie von der alternativlosen Globalisierung sprechen? Durchschaut es der Normalmensch, wenn behautet wird, dass sie allen zum Vorteil gereiche, in Wirklichkeit aber Individualinteressen, speziell jene von Gro\u00dfkonzernen und Monopolen, durchgesetzt werden sollen? Und nicht zuletzt erhebt sich die Frage ob die Verschiffung unendlicher Warenstr\u00f6me \u00fcber weite Distanzen \u2013 meistens hinein in die westlichen Metropolen &#8211;  wirklich f\u00fcr den Gesamtorganismus Erde ertragbar (Dreckschleudern Containerschiffe) und sinnvoll ist. Nehmen wir einige Fragen zur Globalisierung auf und versuchen den Nebel aufzurei\u00dfen.<\/p>\n<h6>Wie kam es zu dieser Entwicklung?<\/h6>\n<p>Der Kolonialismus Britanniens, Frankreichs, Spaniens, Portugals, Belgiens,  Hollands, Deutschlands aber auch der USA waren erste Schritte hin zu einer globalen wirtschaftlichen Entwicklung, wobei die kolonisierten L\u00e4nder durch ihre Mutterl\u00e4nder (Metropolen) ausgebeutet wurden. Sie waren Lieferant von Rohstoffen und manchmal gleichzeitig auch Importland von entwickelten Industrieprodukten aus den Metropolen. Die Kolonien bezahlten mit Rohstoffen oder mit ihren in den Metropolen gefragten Agrarprodukten wie Tee, Reis ecc. Der  Reichtum floss also in Richtung der Metropolen \u2013 eine entsprechende Umkehrung fand nicht statt.  Nur in wenigen Ausnahmef\u00e4llen, wie z.B. im Weltkrieg II, als Indien Lieferant Britanniens f\u00fcr Kriegsausr\u00fcstungen wurde, verschuldete sich Britannien an der eigenen Kolonie.<\/p>\n<p>Im Grunde war das ein Nullsummenspiel \u2013 mit Gewinnern auf Seiten der Metropolen und Verlierern auf Seiten der kolonisierten L\u00e4nder und Erdteile. Nach dem Ende des Weltkrieg II zerfiel das Kolonialsystem. Ma\u00dfgebend f\u00fcr  diese Entwicklung war die Tatsache, dass die UNO entstanden war, und dass Befreiungsbewegungen in den kolonisierten L\u00e4ndern friedlich oder mit  milit\u00e4rischem Einsatz f\u00fcr Eigenst\u00e4ndigkeit eintraten. Die Sowjetunion, weltpolitisch nach 1945 in die erste Reihe aufger\u00fcckt,  konnte die Befreiungen der Kolonien direkt oder indirekt beeinflussen und den Prozess vorantreiben. Dieser Typus der Globalisierung zerbrach und aus dessen Nachlass entstand nach dem Sieg der westlichen imperialen M\u00e4chte im <em>Kalten Krieg<\/em> gegen die sozialistischen L\u00e4nder die  neoliberale  Wirtschaftsordnung. Nach dieser Z\u00e4sur begann eine neue Entwicklung der internationalen M\u00e4rkte, eine Ausformung der weltweiten nun erweiterten  Kontakte mit dem Ziel, eine globalisierte, kapitalistische und endg\u00fcltige  Weltordnung zu schaffen. Das M\u00e4rchen vom <em>Ende der Geschichte<\/em> wurde erfunden.<\/p>\n<p>Es begann eine Entwicklung, die nicht nur den liberalisierten, also von Schutzz\u00f6llen befreiten Welthandel betraf, (Erweiterung der EU, Freihandelsbl\u00f6cke unter der \u00c4gide der USA)  sondern alle Bereiche der Arbeit umfasste. Mit einbezogen wurden Kommunikation, Innovationsentscheidungen, Arbeitsplatzverlagerungen in bisher nicht gekanntem Ma\u00dfstab, Verkehr und Containerisierung des Warentransportes, weltweites Internet, Digitale Revolution, deren Auswirkungen bisher noch nicht \u00fcbersehbar sind.<\/p>\n<h6>Zur Frage der globalen Wirtschaft:<\/h6>\n<p>Ist diese Globalisierung heute immer noch ein Nullsummenspiel?   Das allgemein bekannte oder anerkannte Feld der Globalisierung ist die Wirtschaft, wie sie oben in der Definition von Wikipedia, bezeichnet wird. Aber schon da beginnen die Fragen. Was umfasst der Begriff Wirtschaft?<\/p>\n<p>Austausch von technologisch gleichwertigen Industrieprodukten zwischen Schwellenl\u00e4ndern und den Metropolen? Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn dar\u00fcber mal was in den Boulevardbl\u00e4ttern st\u00fcnde! Vergleichende Zahlen! Dieser Punkt bleibt ein R\u00e4tsel, wir erfahren aber durchaus etwas \u00fcber die  Ausbeutung von nat\u00fcrlichen Resourcen (\u00d6l, Erdgas, Erze, Anbau von Monokulturen z.B. Palm\u00f6l, Bananen seitens der Metropolen (oder meinetwegen auch jener Schwellenl\u00e4nder) in den ehemaligen Kolonien in Afrika, S\u00fcdamerika oder Fernost. Verwertung statt Hilfe &#8211; ein Nullsummenspiel.  Nicht, dass es keine Entwicklungshilfe g\u00e4be. Das sei unbezweifelt.  Aber die Ergebnisse jener Entwicklungshilfe bleiben im Dunklen und sie machen eher den Eindruck als seien sie das Feigenblatt der Unschuld der Schuldigen, die genau wissen, dass sie nur ein Tropfen  ist auf dem hei\u00dfen Stein sind. Win-Win-Situationen?  Es wird uns wohl eingeredet.<\/p>\n<p>Und wie sieht es auf dem Feld des Austausches von Agrarprodukten aus?  Auf einem Feld, von dem man annehmen k\u00f6nnte, dass es eher das Nat\u00fcrliche der ehemaligen Kolonien sei? Ja, es gibt solche Warenstr\u00f6me, z.B. jene der in den Metropolen nicht oder mit unbefriedigender Profiterwartung vom Markt genommener Gefl\u00fcgelreste, die nach Afrika gehen und dort mit  ihren Preisen die dortigen, gewachsenen Strukturen ruinieren. Ist das Entwicklungshilfe? Das ist schwer verst\u00e4ndlich,  eher ist es wohl eine spezielle Variante  der Globalisierung des Warenverkehrs als Nullsummenspiel.<\/p>\n<p>Oder es kommen Weine aus S\u00fcdafrika oder S\u00fcdamerika, Gem\u00fcse aus Kenia, Fisch vom Viktoriasee in Zentralafrika in die Metropolen. Es sind hochwertige Produkte die zu Preisen angeboten werden, die sogar die heimische Agrarwirtschaft unterbieten. Wie ist das m\u00f6glich?  Transport und Logistik kosten und die Unternehmer  in den ehemaligen Kolonien, teilweise sogar Investoren aus Europa oder den USA, machen das nicht zum Spa\u00df, sie sind keine  Philanthropen, keine Prediger auf dem Berg.  Sie wollen Profit. Ist es so schwer verst\u00e4ndlich zu erkennen, dass dieses  nur mit Hungerl\u00f6hnen (vielleicht sogar durch Kinderarbeit) m\u00f6glich ist, mit denen die Menschen in den fernen landwirtschaftlichen Betrieben abgespeist werden? Und in den Metropolen sind diese Produkte willkommen. Deren Angebot wird vom Konsumenten dort nicht oder nur oberfl\u00e4chlich hinterfragt. Bequemlichkeit? Auf jeden Fall wieder ein  Nullsummenspiel bei dem u.a. der Verbraucher in den Metropolen der Gewinner ist.<\/p>\n<p>Und damit sind wir beim Outsourcing von Arbeitskraft, der Verlagerung von Produktion aus den Metropolen, wo Arbeitspl\u00e4tze vernichtet werden. Ziel der Akteure des Outsourcing sind Niedriglohnl\u00e4nder in Fernost oder Afrika. Diese Akteure beuten das Lohngef\u00e4lle zwischen den Metropolen und den ehemaligen Kolonien aus. Sie schufen damit eine Produktionsweise, die, sehr allgemein gesehen, gekennzeichnet ist durch den Import von Rohwaren und Energietr\u00e4gern in die Metropolen, wo daraus  Halbfabrikate  entstehen, die ihrerseits wieder in die ehemaligen Kolonien verbracht werden, um sie dort  durch Ausnutzung billigster Arbeitskraft zu Fertigprodukten zu montieren. Danach kommen die Waren wieder nach Europa oder die USA, um nach mehreren Transporten &#8211; also hin und zur\u00fcck &#8211;  auf den M\u00e4rkten zu Preisen angeboten werden, die nur durch niedrigste Arbeitsl\u00f6hne in den ehemaligen Kolonien und lange t\u00e4gliche Arbeitszeiten m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Outsourcing der Produktion ist somit ein doppeltes Nullsummenspiel: Arbeitsplatzvernichtung in den Stammsitzen von Unternehmen in Europa und damit die Vermeidung von Lohnzahlungen dort sowie der kalkulierte Gewinn f\u00fcr die Wirtschaftseliten in den Metropolen durch nicht gezahlte Tarifl\u00f6hne in den ehemaligen Kolonien.<\/p>\n<p>Begleitet wird diese Art der Globalisierung von einem Teilbereich der Welt der Finanzen und zwar jenem, der gebunden ist  an Waren und deren Produktion. Banken \u00fcberwachen und steuern die internationalen Verflechtungen dieser globalisierten Finanzwelt. Dank Digitalisierung sind heute Verschiebungen von Zahlungen weltweit in Sekunden m\u00f6glich. So k\u00f6nnen die Akteure des Outsourcing quasi <em>on time<\/em> an Hand der sofort vorliegenden Zahlen Entscheidungen treffen, z.B. Entscheidungen dar\u00fcber, ob der Daumen nach oben oder nach unten geht. Am gr\u00fcnen Tisch im Konferenzsaal f\u00e4llt  man Entschl\u00fcsse dar\u00fcber, ob ein Standort in Fernost  oder Afrika geschleift wird oder nicht. Ein Nullsummenspiel, bei dem sich die bestimmenden Akteure die Spielregeln selbst machen.<\/p>\n<p>Und &#8211; die Welt der Finanzen ist nicht nur begrenzt auf die Bindung an die materielle Produktion von Waren. Sie hat sich verselbstst\u00e4ndigt in der Art, das der Wert von national oder international aktiven Konzernen oder sogar Mittelstandsunternehmen an den B\u00f6rsen \u00fcberbewertet wird. Deren Aktienbesitzer (oder von Fonts, Pfandbriefen Schuldverschreibungen usw)  sind durch diese \u00dcberbewertung (man nennt es Kurssteigerung) reicher geworden als sie es ohnehin schon vor dem Erwerb jener Wertpapiere waren. Um diesen gesteigerten Wert abzusichern, wird von den Banken mehr Geld in Umlauf gebracht. Ein Konjunktureinbruch jedoch, der zum System geh\u00f6rt wie Leben und Tod eine Einheit bilden,  \u00e4ndert an der Situation der Geldmenge im Markt aber nichts mehr. Daf\u00fcr ist die Inflation, die Entwertung, da. Wieder ein Nullsummenspiel<\/p>\n<p>Immobilienbesitzer konnten sich (und k\u00f6nnen es noch immer) in Zeiten der Kurssteigerungen reich rechnen. R\u00e4tselhaft und unverst\u00e4ndlich erscheint   das Verhalten von Millionen von ihnen, die in den USA auf die neuen, h\u00f6heren Werte ihrer H\u00e4usle (oder ihrer Anlagen) Kredite aufnahmen. Sie lie\u00dfen sich von Kreditangeboten ihrer Banken zu noch mehr Konsum verf\u00fchren. Denn es war ja so leicht, an Geld zu kommen &#8211; und zur\u00fcckgezahlt wurde wiederum mit geliehenem Geld.  Aber weil kein Baum in den Himmel w\u00e4chst, kam es wie es kommen musste. Die Nachfrage brach ein, ein sich selbst antreibender Kreislauf begann, bis die Katastrophe offenbar war. Kredite konnten nicht mehr abgel\u00f6st werden. Das war ein sehr gro\u00dfes Nullsummenspiel, bei dem auch die Banken der Verliererseite standen<\/p>\n<h6>Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation.<\/h6>\n<p>Die Nennung dieser Lebensbereiche steht  bei Wikipedia nur, um dem einzigen Punkt, der die Eliten wirklich interessiert, <em>Wirtschaft<\/em>,  noch etwas an die Seite zu stellen.<\/p>\n<p>Politik: Es scheint nicht, dass man bei der Politik im allgemeinen von Globalisierung im Sinne gleichberechtigter weltweiter Partnerschaften reden kann.  Solange sich noch Milit\u00e4rbl\u00f6cke gegenseitig bedrohen, solange das eine oder andere Land mit einem Krieg begleitenden  <em>Regime Change<\/em> \u00fcberzogen wird, solange auf der einen Seite von Freihandel gefaselt wird und auf der anderen Seite Wirtschaftssanktionen, z.B. gegen Russland, Kuba oder dem Iran, verh\u00e4ngt werden, solange es Atomsprengk\u00f6pfe gibt, die Staaten bedrohen, ist die Politik der westlichen Metropolen sehr schwer zu verstehen. Sie grenzt an Willk\u00fcr gegen\u00fcber anderen Systemen, Kulturen und Religionen, ja sogar den Menschen der Metropolen gegen\u00fcber, wie es zuletzt bekannt geworden ist, dass heimlich nach dem gescheiterten TTIP ein Freihandelsblock mit Japan ausgehandelt wurde. Ein Block gegen China gerichtet. Ist das gleichberechtigter multilateraler Freihandel f\u00fcr alle?<\/p>\n<p>Diese Art der Politik des Westens gegen\u00fcber der restlichen Welt begann schon kurz nach dem Weltkrieg II mit dem sogenannten <em>Kalten Krieg<\/em> und setzte sich nach dessen Ende  nahtlos bis heute fort. Diese Politik enth\u00e4lt das gr\u00f6\u00dfte Konfliktpotential, wie sich an den begleitenden Veranstaltungen, Demos und Protesten zu den G8, dann nach Ausschluss Russlands G7 und den sp\u00e4ter daraus entstandenen G20-Gipfeln immer wieder zeigt. Globalisierung mit positivem Vorzeichen und demonstrierter Einigkeit? Machen diese Politiker sich nicht total unglaubw\u00fcrdig?  Solange es noch Wirtschaftssanktionen westlicher Metropolen gegen China, Russland, totale Handelsblockade der USA gegen Kuba gibt, ist nichts gewonnen.<\/p>\n<p>Politik sollte eigentlich f\u00fcr alle da sein,  wird aber, so scheint es,  von den meisten gew\u00e4hlten und regierenden Politikern von Staaten mit kapitalistischer Wirtschaftsordnung nicht so verstanden, obwohl sie immer wieder versuchen es so darzustellen. Sie verwenden den Begriff Demokratie und meinen damit  das Herrschaftssystem oder den Machtblock, f\u00fcr das sie sich zum Diener machen und das sie gegen alle Widerst\u00e4nde sichern wollen. In der Tat trifft hier der Begriff <em>Globalisierung<\/em> zu, denn sie weiten ihre Herrschaft und damit <em>ihre Demokratie<\/em> \u00fcber den ganzen Globus aus. Und da finden sich unterschiedliche Formen der Vorgehensweise jener Weltpolitiker,  die um die besten Pl\u00e4tze rangeln und den Beginn von Kriegen gegen <em>ungehorsame Politiker<\/em> und deren Staaten (Libyen, Syrien) nicht scheuen. Alternativen bieten sie nicht, denn sie verfolgen nur ihre Interessen und die ihrer Auftraggeber. Wenn der  Normalb\u00fcrger diesen Politikern glaubt, wird er bis zum St. Nimmerleinstag warten m\u00fcssen, dass sich etwas zu seinem Wohl bewegt, dass Frieden einzieht.<\/p>\n<h6>Kultur, Sport und Kommunikation:<\/h6>\n<p>Diese Bereiche tangieren Globalisierung im positiven Sinne, denn oft engagieren sich Kulturschaffende, Sportler von der anderen Seite des Globus in Europa f\u00fcr Frieden und Umwelt, oder die sie unterst\u00fctzen NOG\u00b4s (Non Government  Organisations) wie Greenpeace ecc bei ihrer Arbeit. Leider ist diese Arbeit  unerl\u00e4sslich, weil eben egoistische und partielle Wirtschaftsinteressen in den verschiedensten Bereichen sich immer wieder durchsetzen und Allgemeininteressen, wie z.B. der Erhalt von Fischbest\u00e4nden in den Weltmeeren, gesch\u00e4digt werden. Die Arbeit der genannten NOG\u00b4s k\u00f6nnte entfallen, ja deren Kreativit\u00e4t k\u00f6nnte vorantreibend wirken, w\u00fcrde sich die Wirtschaft wirklich global verantwortlich verhalten.<\/p>\n<h6>Umwelt und Klima:<\/h6>\n<p>Diese Bereiche sind so bedeutend, dass deren Beratung nicht nur den G20-Politikern \u00fcberlassen werden darf. Hier sind alle L\u00e4nder auf dem Globus gefragt. Es sind globale Themen und deren Brisanz hat ein Niveau erreicht, das keine Verz\u00f6gerung mehr zul\u00e4sst. Die Einflussnahme des Menschen, sprich seine wirtschaftlichen Ausbeutungsmechanismen auf die nat\u00fcrlichen Resourcen  der Erde sind so gewaltig geworden, dass die Menschheit, macht sie ungebremst so weiter, seine eigene Ausrottung vorbereitet. Diese globale Frage ist ein f\u00fcr die Menschheit existenzieller Tagesordnungspunkt, dessen Behandlung nicht eine Minute aufgeschoben werden sollte.<\/p>\n<p>Was also sollen oder wollen die <em>globalen<\/em> G20 Politiker auf ihren pomp\u00f6sen Treffen verhandeln? Und was k\u00f6nnen sie? Die zweite Frage ist die entscheidende. Als Diener ihres eigenen Wirtschaftssystems, als Butler  ihrer Bosse, die sich die Interessen der Chefetagen zu Eigen gemacht haben,  m\u00fcssen sie daf\u00fcr sorgen, dass ihre Machtgrundlage, das aktuelle unsoziale Wirtschaftssystem, unangetastet bleibt. Man kann nicht erwarten, dass sie gegen ihre eigenen Interessen versto\u00dfen, da sie auch <em>Mitverdienende<\/em> im R\u00e4derwerk der Machterhaltung  geworden sind. Es geht bei diesen Treffen also nur darum, die Abschluss-Verlautbarungen so zu schreiben, dass ein gewisser Eindruck entsteht, die Lebensinteressen des normalen und im Arbeitsleben stehenden Menschen w\u00e4ren ber\u00fccksichtigt worden. So jedenfalls war es bei G8\/7 und G20-Treffen der Fall und so wird es weiterhin sein. Wie Globalisierung sich in Zukunft entwickeln wird, wird nicht auf den zuk\u00fcnftigen G20-Gipfeln entschieden sondern durch machtvollen millionenfachen politischen Protest (Petitionen, Streik, Manifestationen)   und vielleicht auch an den Wahlurnen. Dort allerdings sind diejenigen, die sich <em>Alternative<\/em> nennen nicht die Alternative, sondern populistische Str\u00f6mungen, die eher dem lokalen als dem internationalen Kapital   verbunden sind, Protektionisten sind, und eben deshalb keine zukunftsorientierte Politik anbieten  k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gemeinverst\u00e4ndliche Kritik von Rainer Brunath, Chemiker und Autor, lebt und arbeitete in Italien Definition bei Wikipedia: Der Begriff Globalisierung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/2017\/07\/09\/globalisierung-und-g20\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGlobalisierung und G20\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1251,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advgb_blocks_editor_width":"","advgb_blocks_columns_visual_guide":""},"categories":[1],"tags":[],"author_meta":{"display_name":"Wilhelm Langthaler","author_link":"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/author\/wilhelm\/"},"featured_img":"https:\/\/www.euroexit.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/14908800932566e4-jpg-300x150.jpg","coauthors":[],"tax_additional":{"categories":{"linked":["<a href=\"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/category\/home\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">Home<\/a>"],"unlinked":["<span class=\"advgb-post-tax-term\">Home<\/span>"]}},"comment_count":"0","relative_dates":{"created":"Posted 9 Jahren ago","modified":"Updated 9 Jahren ago"},"absolute_dates":{"created":"Posted on 9. 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