{"id":1940,"date":"2019-04-01T09:53:46","date_gmt":"2019-04-01T07:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.euroexit.org\/?p=1940"},"modified":"2019-04-01T09:57:38","modified_gmt":"2019-04-01T07:57:38","slug":"fundstuecke-2-churchill-als-geistiger-vater-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/2019\/04\/01\/fundstuecke-2-churchill-als-geistiger-vater-der-eu\/","title":{"rendered":"Fundst\u00fccke 3: Churchill als geistiger Vater der EU"},"content":{"rendered":"\n<p>CHURCHILL, 19. September 1946: \u201eWir m\u00fcssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa aufbauen. \u2026 Deutschland muss die M\u00f6glichkeit genommen werden, sich neu zu bewaffnen und einen weiteren Angriffskrieg zu f\u00fchren. \u2026 Wird das Gef\u00fcge der Vereinigten Staaten von Europa gut und richtig aufgebaut, dann r\u00fcckt die materielle St\u00e4rke einzelner Staaten in den Hintergrund. Kleine Nationen werden genauso wichtig sein wie gro\u00dfe. \u2026Unser best\u00e4ndiges Ziel muss es sein, die Vereinten Nationen weiter aufzubauen und zu st\u00e4rken. \u2026 Bei all diesen dringlichen Aufgaben m\u00fcssen Frankreich und Deutschland gemeinsam die F\u00fchrung \u00fcbernehmen.\u201c (https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/gesellschaft-religion\/grosse-reden-lasst-europa-entstehen-churchills-flammender-appell).    <\/p>\n\n\n\n<p>Und von der <em>EU-website<\/em>: \u201eWinston Churchill, ehemaliger Armeeoffizier und Kriegsberichterstatter, war von 1940 bis 1945 und von 1951 bis 1955 britischer Premierminister und einer der Ersten, der die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa forderte. Er war davon \u00fcberzeugt, dass nach dem Zweiten Weltkrieg nur ein vereinigtes Europa den Frieden garantieren konnte. Sein Ziel war es, Nationalismus und Kriegstreiberei in Europa endg\u00fcltig auszumerzen. Im Jahr 1953 erhielt er den Nobelpreis f\u00fcr Literatur. Churchill gab den Menschen in Europa Halt im Kampf gegen den Nationalsozialismus und Faschismus und wurde sp\u00e4ter zur wichtigen Antriebskraft f\u00fcr die europ\u00e4ische Integration sowie ein aktiver Verfechter dieses Ziels.\u201c  https:\/\/europa.eu\/european-union\/sites\/europaeu\/files\/docs\/body\/winston_churchill_de.pdf <\/p>\n\n\n\n<p>Hans Woller (2001), CHURCHILL UND MUSSOLINI. Offene Konfrontation und geheime Kooperation? In: Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte 49, Heft 4, 563 \u2013 594: <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eChurchill hat stets bestritten, da\u00df es eine geheime Korrespondenz [zwischen ihm und Mussolini] gegeben habe\u201c. \u2013Renzo De Felice [italienischer Historiker mit Neigung zum \u201eRevisionismus\u201c]: \u201eDie Amerikaner wollten Mussolini lebend \u2026 Anders die Engl\u00e4nder [&#8230;], die Mussolini in N\u00fcrnberg mitnichten sehen wollten. Er h\u00e4tte ihnen gro\u00dfe Unannehmlichkeiten bereiten k\u00f6nnen.&#8220; Und warum? \u201eIn Italien, so sah es Churchill, hatte nach dem Krieg die Gefahr einer kommunistischen Machtergreifung bestanden, und Mussolini hatte diese Gefahr gebannt. Er stand also auf der richtigen Seite und brachte es \u00fcberdies fertig, einem chaotischen, seit langem zerr\u00fctteten Staat eine Art von Form zu geben. Die Politik der eisernen Faust, die Mussolini dabei praktizierte, imponierte Churchill. \u2026 Mussolini erwiderte die Wertsch\u00e4tzung, die Churchill ihm entgegenbrachte.\u201c  <em>Churchill  1926 \/ 27 w\u00f6rtlich:<\/em> \u201eWie so viele andere konnte auch ich nicht umhin, davon bezaubert zu sein, wie ruhig und einfach er sich gab und welch gelassene, unaufgeregte Haltung er trotz der vielen Belastungen und Gefahren an den Tag legte. Au\u00dferdem konnte jeder sehen, da\u00df er an nichts anderes denkt als an das dauerhafte Wohl, wie er es versteht, des italienischen Volkes.\u201c Und ultimativ: W\u00e4re er Italiener gewesen, w\u00e4re er sicherlich Faschist. \u2013 Erg\u00e4nzung: In Gro\u00dfbritannien hatte er gerade mit gr\u00f6\u00dfter Brutalit\u00e4t einen Bergarbeiterstreik niedergeschlagen. <\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian Hafners Zusammenfassung 1967: \u201eEs ist keine \u00dcbertreibung und keine ungerechte Unterstellung: Der Sache nach war der Churchill der zwanziger Jahre ein Faschist; nur seine Nationalit\u00e4t verhinderte, dass er es auch dem Namen nach wurde.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Im Prinzip \u00fcberfl\u00fcssig. Faschismus war \/ ist eine \u201eForm der b\u00fcrgerlichen Herrschaft\u201c (R. K\u00fchnl). Wenn man sie vermeiden kann, will die Bourgeoisie sie vermeiden, denn sie ist ein Zeichen der Krise. Mit der Verlagerung der politischen Entscheidungen auf die supranationale Ebene scheint Faschismus gegenw\u00e4rtig \u00fcberfl\u00fcssig zu sein \u2013 ist er es wirklich angesichts der wachsenden Unzufriedenheit der Bev\u00f6lkerung?  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CHURCHILL, 19. 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