{"id":2287,"date":"2020-03-20T09:43:54","date_gmt":"2020-03-20T08:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.euroexit.org\/?p=2287"},"modified":"2020-04-15T16:49:53","modified_gmt":"2020-04-15T14:49:53","slug":"das-deutsche-vaterland-und-nicht-nur-die-gruenen-eine-aktuelle-bemerkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/2020\/03\/20\/das-deutsche-vaterland-und-nicht-nur-die-gruenen-eine-aktuelle-bemerkung\/","title":{"rendered":"Das deutsche Vaterland und \u2013 nicht nur \u2013 die Gr\u00fcnen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine aktuelle Bemerkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Hysterie um Covid n\u00fctzen manche die Gunst der Stunde, um parteipolitische Entschei\u00addungen zu treffen, welche sonst auf gr\u00f6\u00dferen Widerstand sto\u00dfen w\u00fcrden. Die gr\u00fcne Polit\u00adkommissarin Ulrike Lunacek, bekannt, weil sie die vorletzten Parlamentswahlen f\u00fcr die Gr\u00fcnen so gr\u00fcndlich verjankert hat, bringt jetzt eine deutsche Parteifreundin, ehedem Vorsitzende der Gr\u00fcnen in Brandenburg, in einem der wichtigsten kulturellen Institutionen \u00d6sterreichs unter. Lunacek strebt offenbar die Rolle des Herbert Kickl an, welcher dieser in der schwarz-blauen Regierung gespielt hatte, als Scharfmacherin vom Dienst. Die Rolle des passiven Gesichts nach Au\u00dfen f\u00fcr Regierungs-PR ist ja schon von Werner Kogler besetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Presse, 13. M\u00e4rz 2020-03-14:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Naturhistorisches Museum: Direktor K\u00f6berl\nsoll gehen<\/em>. Kunststaatssekret\u00e4rin Lunacek pr\u00e4sentiert die Deutsche Katrin\nVohland als neue Direktorin.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon am Tag vor der Pr\u00e4sentation der Entscheidung f\u00fcr die Spitze des Naturhistorischen Museums berichtete Generaldirektor Christian K\u00f6berl der APA, man habe ihm mitgeteilt, die Entscheidung sei gefallen: Seine Amtszeit (seit 2010) werde nicht verl\u00e4ngert, ihm folge Katrin Vohland, eine 51-j\u00e4hrige Biologin&nbsp; aus Deutschland. K\u00f6berl bezweifelt, dass die Entscheidungsfindung objektiv war. \u201aIch frage mich, was ich falsch gemacht habe.\u2019 \u2013 Die Biologin Vohland leitet eine Forschungsabteilung des Museums f\u00fcr Naturkunde in Berlin und war von 2005 \u2013 2007 Parteivorsitzende der Gr\u00fcnen in Brandenburg. 2019 kandidierte sie dort f\u00fcr die Gr\u00fcnen. Es war aber die von \u00dcbergangsminister Schallenberg eingesetzte Kommission, die sie ex aequo mit K\u00f6berl auf Platz 1 reihte, h\u00f6rt man.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>Standard, 13. M\u00e4rz 2020<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Kathrin Vohland wird neue Direktorin des NMH\nWien. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGro\u00dfe \u00dcberraschung bei der Bestellung der neuen Leitung des Naturhistorischen Museums Wien. Die Biologin Katrin Vohland vom Museum f\u00fcr Naturkunde in Berlin soll Christian Sch\u00f6berl an der Soitze des Naturhistorischen Museum (NMH) in Wien nachfolgen, obwohl sich dieser f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung seiner Amtszeit beworben hatte. Kunststaatssekret\u00e4rin Ulrike Lunacek will am Freitag die neue NMH-F\u00fchrung pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>ORF: \u201eDass Vohlands parteipolitischer Hintergrund bei den Gr\u00fcnen f\u00fcr ihre Entscheidung eine Rolle gespielt hat, wies Lunacek zur\u00fcck. \u201eIch mache keine parteipolitischen Besetzungen\u201c, entscheidend sei f\u00fcr sie die Qualit\u00e4t. \u201eEs kann aber auch nicht sein, dass ich jemanden, der mich \u00fcberzeugt, nicht benenne, nur weil sie eine Gr\u00fcne ist. Das hat mit Parteipolitik nichts zu tun.\u201c Vohland wird ihre Parteimitgliedschaft ruhend stellen.\u201c <a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3038850\/\">https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3038850\/<\/a> (13. M\u00e4rz 2020)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie\ngute wir diese Spr\u00fcche kennen \u2026 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den aktuellen Anlass\nhinaus, w\u00e4re das die Gelegenheit, die Ausrichtung der \u00f6sterreichi\u00adschen\n\u201eLinks\u201c-Liberalen und ihrer Intellektuellen einmal zu thematisieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Was nicht hei\u00dft, dass Lunacek\nals solche zu sehen ist \u2013 sie ist einfach eine gr\u00fcne Apparat\u00adschik, war bei\nihrer Partei eher unbeachtete Generalsekret\u00e4rin und sodann EP-Abgeordnete. Dort\nhat sie sich u. a. dadurch ausgezeichnet, dass sie einen Zensur- und\nMaulkorb-Antrag der Gr\u00fcnen mit eingebracht hatte. Als der uns\u00e4gliche Gerhard Schr\u00f6der\neinmal einen Anfall von politischer Vernunft hatte \u2013 er wurde und wird daf\u00fcr\nbezahlt \u2013 und die Nordsee-Pipeline bef\u00fcrwortete, wollten ihm die Gr\u00fcnen sein\nRecht auf Meinungs-\u00c4u\u00dferung nehmen und ihm dementsprechende Stellungnahmen\nverbieten. Die ebenso uns\u00e4gliche Lunacek lief brav mit, bis man ihr irgendwann\nbedeutete: Das macht einen schlechten Eindruck, anderen den Mund zu verbieten. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber hier geht es nicht darum.\nInzwischen ist ja Lunacek wieder wer. Sie soll auf eine wichtige Klientel der\nGr\u00fcnen scheuen und \u201eKultur machen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es sind nicht die Gr\u00fcnen\nallein. Da hatten wir doch einen Kurzfrist-Kulturminister, namens Thomas Drozda.\nFrau Rendi-Wagner machte ihn zu ihrem Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Als er wegen\nseiner Vorliebe zu luxuri\u00f6sen Uhren schlie\u00dflich den Hut nehmen musste, rechtfertigte\ner sich: Das habe schon Kreisky so gewollt. Ganz unrecht hatte er ja nicht. \u2013\nDieser Herr Drozda hat also nicht die bisherige Direktorin des KHM verl\u00e4ngert,\ndie soweit einen akzeptablen Job gemacht hatte: Diesmal n\u00fctzte ihr nicht\neinmal, dass sie eine Frau war, was doch sonst in diesen Kreisen ein\nentscheidendes Kriterium ist, und was uns sicher auch diesmal wieder\npr\u00e4sentiert werden wird. Er w\u00e4hlte einen gewissen Eike Schmidt, erraten: einen\nDeutschen. Aber der sagte schlie\u00dflich im letzten Moment ab, als schon viel Geld\nf\u00fcr den Wechsel geflossen war. Der jetzige Au\u00dfenminister Schallenberg, im\nDezember auch schon Minister in der B\u00fcrokraten-Regierung, hatte kaum eine\nandere kurzfristige M\u00f6glichkeit, als die Direktorin Sabine Haag zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zur deutschnationalen\nAusrichtung unserer \u201eLinks\u201c-Liberalen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man nennt Georg Sch\u00f6nerer manchmal einen Hitler-Vorl\u00e4ufer. Damit tut\nman ihm zuviel der \u201eEhre\u201c an, dazu war er bei weitem politisch nicht bedeutend\ngenug. Dieser Sch\u00f6nerer hatte Ende des 19. Jahrhunderts eine Zeitschrift\ngegr\u00fcndet: <em>Unverf\u00e4lschte Deutsche Worte<\/em>.\nAls man dieser Zeitschrift und den Sch\u00f6nerianern generell einmal vorwarf, sie\nw\u00fcrden st\u00e4ndig ins Deutsche Reich hin\u00fcber schielen, dichtete einer ihrer\nSchreiberlinge zur\u00fcck: <\/p>\n\n\n\n<p>Wir schielen nicht, wir schauen<br>\nhin\u00fcber frank und frei.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schauen frei und offen<br>\nwir schauen unverwandt<br>\nwir schauen froh hin\u00fcber<br>\nins deutsche Vaterland.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gedicht findet man\n\u00fcbrigens in der Zeitschrift \u201eJugend\u201c \u2013 damals eine \u201eprogressives\u201c b\u00fcrgerliche\nKulturzeitschrift, im Jahrgang 1900. &#8211; Dort sind wir inzwischen wieder angekom\u00admen.\nMeistens versteckt sich der Deutschnationalismus allerdings im europ\u00e4ischen\nGewand. Einige unter ihnen bef\u00fcrworteten jedoch schon offen nicht nur den\nimpliziten Anschluss durch die EU, sondern riefen auch schon direkt zum\nAnschluss auf, wie etwa Robert Menasse.<\/p>\n\n\n\n<p>AFR,\n14. M\u00e4rz 2020<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Bemerkung In der Hysterie um Covid n\u00fctzen manche die Gunst der Stunde, um parteipolitische Entschei\u00addungen zu treffen, welche &hellip; <a href=\"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/2020\/03\/20\/das-deutsche-vaterland-und-nicht-nur-die-gruenen-eine-aktuelle-bemerkung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDas deutsche Vaterland und \u2013 nicht nur \u2013 die Gr\u00fcnen\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advgb_blocks_editor_width":"","advgb_blocks_columns_visual_guide":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2287","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-home"],"author_meta":{"display_name":"Albert Reiterer","author_link":"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/author\/albert\/"},"featured_img":null,"coauthors":[],"tax_additional":{"categories":{"linked":["<a href=\"https:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/category\/home\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">Home<\/a>"],"unlinked":["<span class=\"advgb-post-tax-term\">Home<\/span>"]}},"comment_count":"0","relative_dates":{"created":"Ver\u00f6ffentlicht 6\u00a0Jahren vor","modified":"Aktualisiert 6\u00a0Jahren vor"},"absolute_dates":{"created":"Ver\u00f6ffentlicht am 20. 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